Ausgearbeitet von Bernward Kirchhoff Streckenlänge: 13,9 km und 22,4 km Steigung: 320 hm und 750 hm
Wanderwochenende im Harz
Vom 23.05. – 25.05.2025 war es endlich soweit: das Harzwochenende stand an. Voller Vorfreude trafen sich am Freitag 19 Wanderfreunde am Königskrug bei Braunlage, dem Startpunkt der 1. Wanderung. Das Wetter spielte nicht ganz so gut mit – es war bei 1,5°C mit Schnee (!)- und Hagelschauer doch sehr ungemütlich. So hatten wir noch etwas Zeit, die spektakulären Windbeutel zu probieren, wofür der Königskrug bekannt ist. Später kam die Sonne heraus und wir konnten starten. Mit 14 km eine etwas kürzere Wanderung – aber mit 330 Hm doch recht anstrengend. Das Highlight waren die Hahnenklippen mit der tollen Aussicht und der Silberteich – und natürlich der Nationalpark Harz selbst.
Am Samstag stand die Brocken- und Wurmbergbesteigung mit 23 km und 760 Hm auf dem Programm. Bernward – unser Organisator und Wanderführer – suchte eine anspruchsvolle Strecke ab Schierke heraus. Der Anstieg durch das Eckerloch war sehr steil und mit den vielen großen Steinen, über die man klettern musste, sehr „naturnah“. Diesmal hatte der Wettergott ein Einsehen und der Brocken (1.142m) zeigte sich von seiner schönsten Seite: Sonne mit einer tollen Fernsicht. Die Mühen des Aufstieges waren schnell vergessen. Nach einer ausgiebigen Pause ging es zunächst über den Goetheweg talwärts um anschließend den 2. Berg – dem Wurmberg – zu besteigen. Der Wurmberg ist mit 971,2 m etwas kleiner als sein großer Bruder, bietet jedoch mit den vielen Freizeitmöglichkeiten wie Monsterroller fahren, Seilbahn, Rutschturm, Spielplatz eine tolle Alternative. Gut gestärkt mit Kaffee, Kuchen und Bier stand der Abstieg mit unzähligen Treppenstufen und gefühlt unendlichen Betonplatten an.
Der Sonntag schien zunächst komplett ins Wasser zu fallen. So wurde umgeplant und „nur“ die Einhornhöhle bei Schwarzfeld besichtigt. Es handelt sich hier um eine Karsthöhle im Zechstein-Dolomit. Sie ist mit 700m Länge die größte Besucherhöhle im Westteil des Harzes und seit 2017 Teil des UNESCO-Geoparks. In der Höhle reihen sich mehrere Hallen und Dome aneinander, die durch niedrigere Gänge miteinander verbunden sind. Interessant ist, dass man in dieser Höhle etliche Knochenreste von Tieren, die seit dem Eiszeitalter im Inneren verendeten, gefunden hat. Namensgebend für die Höhle waren die Funde von Knochen und Zähnen, die dem sagenhaften Fabelwesen des Einhorns zugeordnet waren. Seit 1984 forscht der Geologe und Paläontologe Dr. Ralf Nielbock in der Einhornhöhle, den wir in der dazugehörigen Baude kennenlernen durften.
Zum Schluss möchte ich mich bei den vielen fleißigen Händen in der Küche, beim Grill, bei den Fahrern und natürlich bei Bernward für die gelungene Planung, Organisation und Umsetzung bedanken. Ein erlebnisreiches Wochenende, an das wir uns bestimmt noch lange erinnern werden. Zudem gab es noch den einen oder anderen neuen Stempel im Wanderpass - so ist der Traum vom Wanderkönig ein Stück näher gerückt.
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